Ernährung

Es gibt viel, was du tun kannst, um deinen Fußabdruck im Bereich Ernährung zu verringern.

Pflanzliche Nahrung
Der Verzicht oder verminderte Verzehr von tierischen Produkten birgt das größte Einsparpotential bei der Ernährung. Wer tierische Produkte
komplett aus dem Speiseplan streicht,kannst du im Vergleich zu ein*er Allesesser*in 20% der Emissionen im Bereich Ernährung einsparen .

Regionale und saisonale Produkte
Durch den Kauf regionaler Produkte kannst du Emissionen vermeiden, die durch Transportwege entstehen. Vor allem bei Flugwaren entstehen unnötig viele Treibhausgase. Aber auch eine lange Lagerung oder der Anbau im beheizten Gewächshaus kann viel Energie benötigen. Daher ist sinnvoll, regional UND saisonal einzukaufen!
Ein Blick auf die Saisontabelle gibt Auskunft darüber, was gerade reif ist.

Ökologische Lebensmittel
Bio bedeutet mehr Schein als Sein? Trotz aller Skandale um Betrugsfälle bei derKennzeichnung von Bio-Produkten: Bio-Lebensmittel sind umweltfreundlicher! Bei der ökologischen Landwirtschaft entstehen weniger Treibhausgase als bei der konventionellen, da auf energieintensiv hergestellten Kunstdünger und synthetisches Pflanzenschutzmittel verzichtet und kein Futtermittel importiert wird. Im Schnitt entstehen bei Obst und Gemüse etwa 15 Prozent und bei Tomaten und Kartoffeln sogar um die 30 Prozent weniger Treibhausgase. Durch Verwendung organischen Düngers werden zudem Grundwasser und Artenvielfalt geschützt. Tieren dürfen keine Medikamente und Hormone gespritzt werden und es kommen weniger Pestizide zum Einsatz.

Frische, unverarbeitete Produkte
Nur beim Kauf von frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln weißt du mit Sicherheit, woher sie stammen und wie sie transportiert wurden. Und jeder Verarbeitungsschritt kostet Energie. Die Herstellung von Tiefgefrorenem erfordert ständige Kühlung, weshalb dafür viermal so viel Energie benötigt wird wie für frische Ware. Die Weißblechdose und das Einwegglas schneiden auch nicht besser ab.

Lebensmittel vor der Tonne retten
Jedes Jahr werden in der EU 90 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen: Das entspricht einer Lastwagenkolonne einmal rund um den Äquator. Lebensmittel vor dem Vergammeln zu retten spart doppelt: Emissionen, die bei der Produktion neuer Nahrungsmittel, die man stattdessen gekauft hätte, angefallen wären und Emissionen, die bei der Verrottung der weggeworfenen Lebensmittel entstanden wären.