Konsum & Freizeit

Bis ein T-Shirt bei uns im Laden hängt, hat es in der Regel eine lange Reise hinter sich. Bevor es an jeweils unterschiedlichen Orten genäht und gefärbt werden konnte, wurde zunächst die Baumwolle angebaut –mit Unmengen von Dünger und Pestiziden. Bei all den einzelnen Produktionsschritten (Anbau, Verarbeitung, Transport) werden Ressourcen verbraucht. Im Laden angekommen hat ein 300 Gramm schweres T-Shirt nun schon etwa sechs bis sieben Kilogramm CO2 verursacht. Diese Berechnungen gehen von einem kombinierten Schifffahrts- und Lufttransport aus und beinhalten noch nicht den Einsatz von Chemikalien im Produktionsprozess und Düngemitteln für den Anbau. Um die gesamte Öko-Bilanz eines T-Shirts zu ermitteln, müsste jetzt auch noch berechnet werden, wie du dein T-Shirt nutzt: Wie oft und bei welcher Temperatur wird es gewaschen, wird es an der Luft oder in der Maschine getrocknet und vielleicht auch noch gebügelt? Bei der Nutzung fallen auch noch einmal durchschnittlich 1,7 Kilogramm CO2 an. Insgesamt verursacht so der Lebensweg eines T-Shirts von der Herstellung über den Transport bis zur Nutzung bei den Verbraucher*innen acht bis neun Kilogramm CO2. Neben der Klimalast sind die Arbeitsbedingungen, unter denen unsere Klamotten hergestellt wurden in den meisten Fällen katastrophal.

Ein Teil der Lösung besteht darin, den eigenen Konsum zu hinterfragen, beim Einkauf auf umwelt- und sozialverträgliche hergestellte Produkte zu achten und nur zu kaufen, was man auch wirklich braucht. Jede*r Einzelne kann durch strategischen Konsum einen Beitrag zur Lösung globaler Probleme beim Ressourcenverbrauch, bei sozialer Ungerechtigkeit und im Umweltschutz leisten. Aber auch die Politik ist in der Pflicht, Transparenz für die Verbraucher zu schaffen, Unternehmen in Schranken zu weisen, die Produktion sowie den Kauf nachhaltiger Produkte zu fördern und neue Maßstäbe für gesellschaftliches Glück zu finden – abseits von Wirtschaftswachstum und Konsum.